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5S ist kein Aufräumprogramm.
5S ist ein sehr konkreter Einstieg in Lean Management. Dinge werden so angeordnet, dass sie gebraucht werden, Standards werden sichtbar und Abweichungen fallen schneller auf.
Die entscheidende Frage lautet nicht: „Sieht es ordentlich aus?“ Sondern: „Kann ein Mensch hier einfach, sicher und ohne unnötiges Suchen, Warten und Nachfragen arbeiten?“
Ich arbeite deshalb mit den Menschen vor Ort. Sie kennen die Arbeit, die Ausnahmen und die tatsächlichen Probleme. Genau dieses Wissen muss in die Lösung.
5S ist ein wunderbarer „Zwangseinstieg“ in die Prozessbetrachtung.
Wenn wir vor Ort die Dinge in die Hand nehmen, prüfen wir unweigerlich auch den Prozess dahinter: Wozu wird das Material gebraucht? Wer stellt es bereit? Welche Informationen fehlen? Dabei fällt immer wieder auf, dass Abläufe gar nicht definiert oder nicht optimal gestaltet sind.
Genau dort setzen wir an. Sobald während der 5S-Umsetzung ein Prozess unklar ist, schaffen wir im Team einen entsprechenden Standard – bei Bedarf abteilungsübergreifend. So klären wir Abläufe, Zuständigkeiten und Schnittstellen gemeinsam mit den Menschen, die täglich damit arbeiten.
Viele denken, bei der 5S-Methode gehe es um Aufräumen oder das Anbringen von Aufklebern. In erster Linie geht es jedoch um den Prozess und darum, seine Schwächen sichtbar zu machen. Genau das erreichen wir in den Umsetzungsworkshops.
- Sortieren: Was wird wirklich gebraucht?
- Systematisieren: Wo gehört es hin?
- Säubern: Was soll sauber und funktionsfähig sein?
- Standardisieren: Wie halten wir den Zustand?
- Selbstdisziplin: Wie wird daraus gelebter Standard?







